Gekochtes Leinöl ist die praktische Variante, wenn es um Pflege, Mischen und schnelleres Trocknen geht. Dieses kalt gepresste Leinöl wurde bei über 100 °C voroxidiert und enthält 0,4 % Metallsalze als Trockenstoffe – dadurch wird es zum Leinölfirnis. Es ist transparent bis honigtönend, wirkt anfeuernd und ergibt einen matt glänzenden Film.
Im Vergleich zu rohem Leinöl trocknet gekochtes Leinöl deutlich schneller. Dadurch kann es jedoch nicht ganz so tief in den Untergrund eindringen und eignet sich besonders gut zum Auffrischen alter Ölfarbanstriche sowie zum Verdünnen von Leinölfarbe, wenn eine bessere Verarbeitung oder ein dünnerer Auftrag gewünscht ist.
Abgesehen von den Trockenstoffen enthält das gekochte Leinöl keinerlei weitere Zusätze. Es ist von Natur aus dünnflüssig und muss weder erhitzt noch mit Terpentin verdünnt werden. Zudem ist es frei von Lösemitteln, Aromaten und Konservierungsstoffen und kann daher – wie alle unsere Produkte – auch in Wohnräumen eingesetzt werden. (Hinweis: Nicht mit typischem Baumarkt-Leinölfirnis verwechseln, der häufig anders hergestellt und oft verdünnt wird.)
Verbrauch: Pro Anstrich ca. 0,1 l/m² – bei stark saugenden Untergründen etwas mehr, bei dichten Hölzern wie Eiche und Lärche weniger. Dünn auftragen; Glanzstellen nach etwa einer Stunde mit einem festen, trockenen Pinsel verteilen oder mit einem Lappen abnehmen. Vor einem weiteren Anstrich vollständig durchtrocknen lassen.
Trockenzeit: Bei guter Lüftung, ca. 24 °C und dünnem Auftrag etwa 2 Tage, bei niedrigeren Temperaturen 3–7 Tage.
Lagerung: Luftdicht verschlossen, dunkel und kühl – in vollständig gefülltem Behälter unbegrenzt lagerfähig.
Gebinde: Transparente Kunststoffflasche 1 Liter und Kanister 5 Liter.
Wichtiger Hinweis: Ölgetränkte Lappen/Schwämme können sich bei Luftkontakt selbst entzünden. Bitte luftdicht in einem Metallbehälter oder in Wasser aufbewahren und erst dann entsorgen.
